Neuer universeller Krebstest

Ein neuer Bluttest macht es möglich, Hinweise auf Zellen solider Tumoren bereits frühzeitig zu erkennen – und zwar unabhängig von der Entität, aber mit hoher Sensitivität und Spezifität.

Der Wendepunkt von einem lokal wachsenden Tumor zu einem aggressiven, metastasierenden Krebs ist kritisch für die Therapierbarkeit der Erkrankung. Wird der Tumor frühzeitig entdeckt, ist er  in den meisten Fällen noch operabel und kann erfolgreich therapiert werden. Mithilfe von PanTum Detect  ist es erstmals möglich, mit einem einfachen Bluttest schon frühzeitig alle soliden Tumorarten nachzuweisen – selbst Tumoren, für deren Nachweis sonst keine Bluttests zur Verfügung stehen. 

Welche Patienten kommen infrage?

Da der PanTum Detect Test das Immunsystem nutzt, um Tumoren zu detektieren, mus der Patient ein intaktes Immunsystem aufweisen. Es darf nicht durch die Einnahme von Medikamenten beeinflusst sein.
Ausschlusskriterien für die Durchführung des Tests sind:

  • die Einnahme bestimmter Medikamente: Antirheumatika, steroidale und nicht-steroidale Kortikoide, 
  • Metho­trexat, GM-CSF, Amygdalin, Steroid- und Chemotherapie, Radiotherapie
  • aktuell therapierte Autoimmunerkrankung
  • Operationen innerhalb der letzten acht Wochen vor Blutentnahme
Testergebnis liegt vor – und nun?

Der PanTum Detect weist Tumoren mit einer Sensitivität von 97,5% nach und schließt gesunde Personen mit einer Spezifität von 99,53% aus.
Bei einem negativen Ergebnis wird empfohlen, den Test im Folgejahr zu wiederholen. Ein Tumor entsteht nicht von heute auf morgen. Anhand der Intervalltestung lassen sich jedoch ansteigende Werte beobachten – ein Erkennen im Frühstadium wird so möglich.
Bei einem schwach positiven Ergebnis empfiehlt es sich, den Test nach drei Monaten zu wiederholen. Denn Einflüsse im Körper, beim Transport oder der Bearbeitung der Blutprobe können den Test Score nach oben verschieben.

Positives Ergebnis: Die nächsten Schritte planen

Bei einem PanTum Detect Score über 260  gilt der Test als positiv und es besteht der Verdacht auf das Vorhandensein eines Tumors. Um den Tumor zu lokalisieren, ist im ersten Schritt ein Tumor-Anamnesebogen hilfreich: Die eigene und familiäre Krankengeschichte des Patienten sowie seine Lebensgewohnheiten zeigen oft schon auf, für welche Tumorarten im individuellen Fall ein erhöhtes Risiko besteht.
Zur Bestätigung und weiteren Lokalisierung dienen neben indirekten Tests wie etwa Blutstatus-Test, CRP- oder BSG-Test die gängigen Tumormarker wie zum Beispiel PSA (Prostata), Alpha-fetoprotein (Leber, Hoden, Eierstöcke) oder LDH (Lymphom, Melanom, Leukämie).  
Das genaueste und zuverlässigste Verfahren, einen Tumor zu bestätigen und zu lokalisieren, ist schließlich die Bildgebung mittels PET.

Aufklärung des Patienten

Der Patient muss wissen, dass die Durchführung des PanTum Detect Tests immer eine persönliche Entscheidung ist. Unabhängig von dem Test sollten in jedem Fall auftretende Beschwerden sofort diagnostisch abgeklärt und die anderen Vorsorgeuntersuchungen weiter genutzt werden.
Die jährlichen PanTum Detect Testungen können Patienten das beruhigende Gefühl vermitteln, umfassend vorgesorgt zu haben und es rechtzeitig zu erfahren, wenn wirklich einmal Handlungsbedarf bestehen sollte. Zudem belastet der Test den Patienten nicht körperlich, da eine einfache Blutabnahme genügt.

Vereinbaren Sie einen Termin zur Beratung und Blutentnahme.