BIOELEKTRISCHE IMPEDANZANALYSE (BIA-MESSUNG)


Die sogenannte BIA-Messung dient der Bestimmung der Körperzusammensetzung des Menschen und anderen Lebewesen. Dank ihrer Genauigkeit und Aussagekraft ist sie oft die Methode der Wahl, um Parameter wie Körpergewicht, Körperfett, Muskelmasse und den Wasserhaushalt im Körper zu analysieren.

Im medizinischen Bereich hat sich die bioelektrische Impedanzanalyse durchgesetzt, da sie sehr genaue Kontrollergebnisse liefert und wissenschaftlich anerkannt ist.

Mögliche Synonyme für die bioelektrische Impedanzanalyse sind:

  • BIA-Analyse
  • BIA-Messung
  • Impedanzanalyse
  • Bio-Impedanz-Analyse

Die neuesten Erkenntnisse aus den Bereichen der Medizin, Wissenschaft und Forschung haben gezeigt, dass das klassische Messsystem des BMI (Body Mass Index) nicht immer zuverlässige Aussagen liefert. Bei dieser Messmethode ist der Fettanteil in 25% aller Berechnungen sogar falsch. Auch die alternative Methode, das Körperfett zu messen mittels Calipometrie (Messung der Schichtdicke des Unterhautgewebes), erweist sich als unzureichend, da sie keine Aussage über den gesamten Körperfettanteil ermöglicht.

Um eine fundierte Analyse über die Körperzusammensetzung zu geben, reicht es also nicht aus, allein Körpergröße und Gewicht zu betrachten. Eine bioelektrische Impedanzanalyse berücksichtigt diesen Umstand und misst neben diesen beiden Parametern auch den Anteil von Körperfett und fettfreier Masse im Organismus, analysiert die Zellqualität und die Skelettmuskelmasse und setzt die Fett- und Muskelmasse ins Verhältnis zueinander. Die gewonnenen Messdaten ermöglichen eine tiefgehende Gesundheitsanalyse vom behandelnden Therapeut, auf deren Basis eine Behandlung aufbaut.


Funktionsweise der BIA-Messung


Bei der bioelektrischen Impedanzanalyse wird ein schwacher Wechselstrom in Höhe von 0,8mA bei einer Frequenz von 50kHz durch den Körper geleitet. Aus dem Widerstand, den der Körper dem Wechselstrom entgegensetzt, kann man Messwerte ableiten, mit denen die Körperzusammensetzung aufgeschlüsselt wird. Um präzise Messdaten zu erhalten, unterteilt man bei der BIA-Messung den menschlichen Körper in sogenannte Kompartimente.

Kompartimente sind als voneinander abgegrenzte Bereiche des Körpers zu verstehen. Die BIA-Messung berücksichtigt drei Kompartimente. Diese sind Fettmasse, Zellmasse und Masse außerhalb der Zelle. Man spricht dann auch von einem 3-Kompartiment-Modell. Wird dieses durch eine Analyse des Körperwassers erweitert, spricht man von einem 3-Kompartiment-Model mit ICW und ECW. Bestandteile dieser Analyse sind dann auch das intrazelluläre Wasser (ICW) und das extrazelluläre Wasser (ECW).

Wird nun während der BIA-Messung elektrischer Strom durch die Elektrolyte geleitet, geschieht Folgendes: die Fettmasse leitet den Strom nicht, sondern setzt ihm einen Wiederstand entgegen. Dies führt zu einem Spannungsabfall, der von dem empfindlichen Messgerät registriert und in physikalischen Einheiten bzw. Größen wie Prozent, Ohm (Einheit für den elektrischen Widerstand) sowie Phasenwinkel wiedergegeben wird.

Es kommt zu folgenden Messwerten:

  • Resistance (R): Der Ohm´sche Widerstand oder Gesamtwiderstand des Körpers, der sich umgekehrt proportional zur Menge an Wasser und Salzen im Körper verhält. Er dient zur Berechnung des Körperwassers und der Magermasse.
  • Reactance (Xc): Widerstand, der an den Zellmembranen entsteht, wobei jede Zellmembran des Körpers wie ein kleiner Katalysator wirkt. Er dient zur Berechnung der Körperzellmasse.
  • Phasenwinkel Alpha: Gibt das Verhältnis von R zu Xc wieder. Er lässt Aussagen über den Zustand der Zellen und den Gesundheitszustand des Organismus zu.

Behandlungsablauf einer bioelektrischen Impedanzanalyse


Eine Messung der Körperzusammensetzung dauert in der Regel nur wenige Sekunden und ist vollkommen schmerz- und nebenwirkungsfrei. Sie erfolgt meist im Liegen auf einer Oberfläche, die nicht leitet und wird mit einer mobilen Messeinheit durchgeführt. Über Elektroden, die an Hand- und Fußrücken angebracht sind, wird dann ein elektromagnetisches Feld im Körper aufgebaut.

Während der Messung berühren Arme und Beine den Körper nicht und es herrscht eine angenehme Raumtemperatur, damit die Ergebnisse nicht verfälscht werden. Innerhalb weniger Sekunden stehen bereits die Ergebnisse zur Verfügung und werden in einem anschließenden Gespräch mit dem behandelnden Arzt ausgewertet.

Die bioelektrische Impedanzanalyse ist ein effizientes Verfahren, das in kurzer Zeit eine valide Körperanalyse ermöglicht. Sie ist verhältnismäßig einfach zu erlernen und durchzuführen und kann innerhalb einer Behandlungssitzung in Anspruch genommen werden. Mittlerweile gibt es auch High-End-Geräte, die eine Messung im Stehen erlauben und so besonders für Senioren oder Patienten mit Handicaps sinnvoll sind. Allerdings verfügt nicht jede Praxis über eine solche Anschaffung.

Die Genauigkeit sowie die Anzahl der untersuchten Parameter im Rahmen einer BIA-Analyse liegen weit über den Möglichkeiten einer herkömmlichen Körperfettanalysewaage. Es handelt sich nicht nur um eine Waage mit Fettmessung, sondern geht darüber hinaus. Sie ist daher nicht mit einer solchen zu vergleichen.

Ich arbeite mit der seca mBCA 555, diese Analysewaage ist Marktführer in diesem Segment. Für eine Messung sprechen Sie mich hierzu bitte an.